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Meer, Segeln, Marina – Lebensgefühl pur

09 Juni '10 by Muschel und Meer, under Allgemein.

Unter Fahrtensegeln werden meist mehrtägige Segeltörns verstanden, die mehr oder weniger sportlich ausgeprägt sein können, aber eher der Erholung oder dem Fortkommen dienen als dem Wettkampf mit anderen Booten. Das Fahrtensegeln umfasst ein weit gefächertes Spektrum, von kurzen Tagestörns bis zur mehrere Jahre dauernden Weltumsegelung. Seine Faszination besteht vor allem im intensiven Erleben der umgebenden Natur und in der Herausforderung, sich mit deren Kräften zu arrangieren und sie für sich zu nutzen. Die dafür notwendige Konzentration auf den Vorgang des Segelns an sich bewirkt bei vielen Seglern schon nach kurzer Zeit einen starken Erholungseffekt vom Alltag.

Einfache Marinas bieten see- und schwallgeschützte Liegeplätze mit einem Mindestmaß an Komfort in Bezug auf Möglichkeiten des Festmachens und meist Anschlüsse für Elektrizität und Trinkwasser am Liegeplatz. Zum Standard gehören auch Toiletten und eine Dusche.

Komfortablere Marinas verfügen über gepflegte sanitäre Anlagen mit Duschen, Toiletten, Waschmaschine und Wäschetrockner. Das Gelände ist gärtnerisch gestaltet, oft ist es eingezäunt und bewacht. Parkplatz, Kinderspielplatz, Restaurant, Brötchen-Lieferdienst stehen zur Verfügung. Schiffs-Tankstelle, Müllentsorgung, Recycling, Altölentsorgung, Fäkalienabsauganlage, ein Internetanschluss, Internetcafe oder freies W-LAN ist meist vorhanden, ebenso ein tagesaktueller See-Wetterbericht. Die Nutzung der Einrichtungen ist teilweise kostenfrei, manchmal wird eine pauschale Liegegebühr verlangt, manchmal werden Wasser und Strom nach Verbrauch berechnet. Duschen und Waschmaschinen werden manchmal mit Münzautomaten betrieben.

Die Mooring ist in der Regel mit ihrem einen Ende an einem Betonklotz, auch als Muringstein bezeichnet, einem Anker oder einer stärkeren, quer im Hafenbecken verlaufenden Kette (Mooringkette) befestigt, die am Grund des Hafenbeckens aufgespannt ist. Am anderen Ende der Mooring befindet sich eine Belegleine zum Belegen am Wasserfahrzeug. An der Belegleine wiederum ist eine sogenannte Pilotleine als Vorläufer befestigt. Die Pilotleine ist an Land belegt, so dass man sie vom Wasserfahrzeug aus aufnehmen kann. Alternativ kann die Pilotleine auch an einer Muringboje befestigt sein, die im Hafenbecken schwimmt.

Unter Meer versteht man im Hochdeutschen die miteinander verbundenen Gewässer der Erde, die die Kontinente umgeben, im Gegensatz zu den auf Landflächen liegenden Binnengewässern.

Im Niederdeutschen (und ebenso im Niederländischen) sind demgegenüber die Wortbedeutungen von „Meer“ und „See“ vertauscht: die an Norddeutschland angrenzenden Meere heißen Nordsee und Ostsee (die See); im Landesinneren liegen dagegen z. B. das Steinhuder Meer, das Zwischenahner Meer, das Große Meer und andere; in den Niederlanden wurde die Zuiderzee nach ihrer Eindeichung in IJsselmeer umbenannt.

Das Meer ist eine zusammenhängende, reich gegliederte Wassermasse, die rund 71 % der Erdoberfläche bedeckt. 31,7 % des Weltmeeres sind 4000–5000 m tief. Die Meeresflora produziert ungefähr 70 % des Sauerstoffes, den die Menschen einatmen.

Insgesamt hat das Meer ein Volumen von 1,338 Mrd. km³ und damit einen Anteil von 96,5 % am Weltwasservorkommen. Meerwasser ist wegen des hohen Salzgehaltes von rund 3,5 % für den Gebrauch als Trink- und Bewässerungswasser nicht direkt geeignet. Nur 3,5 % des gesamten Wasservorrates auf der Erde ist Süßwasser. Wissenschaftlich erforscht werden die Meere in der Disziplin der Ozeanografie, früher auch Meereskunde genannt.

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